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Mehrwert – Unterstützer und Kuratoren

»Wir müssen das Auto neu erfinden«

 

Prof. Dr.-Ing. Thomas Weber
ehemaliges Vorstandsmitglied für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung der Daimler AG

Im Oktober 2015 hat die festliche Grundsteinlegung für die ARENA2036 stattgefunden – einem Leuchtturmprojekt des Landes Baden-Württemberg, an dessen Gelingen Ihr Unternehmen maßgeblich beteiligt ist. Was ist das Besondere an der ARENA2036?

Die ARENA2036 ist ein wichtiger Baustein, um in Stuttgart schwäbische Ingenieurskunst und kreatives Silicon-Valley-Denken zu verbinden. Damit schaffen wir eine herausragende Plattform für neues Denken zum Beispiel im Leichtbau – interdisziplinär und international. Mit unseren Partnern in der ARENA2036 sind wir bestens auf die Zukunft vorbereitet und ebnen den Weg zu einer agilen, hochflexiblen Produktion, die alle denkbaren Innovationen rund um die Schwerpunktthemen Leichtbau und Industrie 4.0 integrieren. Unsere gemeinsame Initiative wird zum wichtigen Schrittmacher für den Automobilbau der nächsten Generation – entlang der gesamten Prozesskette, voll digital und vernetzt.

Als ehemaliger Akteur und heutiger Vorsitzender des Kuratoriums halten Sie dem Fraunhofer IPA bereits lange Zeit die Treue. Was ist das Besondere an diesem Institut, was schätzen Sie am Fraunhofer IPA besonders?

Das Faszinierendste am Fraunhofer IPA ist für mich, wie dieses Institut Innovationen hervorbringt, die Relevanz in der ganzen Welt haben. Mit einem interdisziplinären Blick über den Tellerrand wird hier Wertschöpfung betrieben, die in der Industrie und beim Kunden ankommt und dabei die Ressourcenschonung ganz zentral im Blickfeld behält. Darüber hinaus herrscht beim Fraunhofer IPA genau wie bei allen anderen Fraunhofer-Instituten eine echte Start-up-Stimmung, die wir auch bei uns in vielen Bereichen für eine erfolgreiche Zukunft brauchen. Beim Fraunhofer IPA und der Daimler AG geht es schließlich darum, gute Ideen möglichst schnell und effektiv auf die Straße zu bringen. Nur wer das beherrscht, spielt auch in Zukunft ganz vorn mit.

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© Foto Daimler AG

»Das Faszinierendste am Fraunhofer IPA ist für mich, wie dieses Institut Innovationen hervorbringt, die Relevanz in der ganzen Welt haben.«

Prof. Dr.-Ing. Thomas Weber 
ehemaliges Vorstandsmitglied für Konzernforschung &
Mercedes-Benz Cars Entwicklung der Daimler AG

Worin sehen Sie das Alleinstellungsmerkmal eines Instituts wie dem Fraunhofer IPA und was braucht die angewandte Forschung generell, um auch zukünftig der Industrie einen Mehrwert zu bieten?

Die Entwicklung und die Produktion bei Mercedes-Benz müssen hochflexibel gestaltet sein, um den Ansprüchen des Automobils von morgen zum Beispiel in puncto Umweltverträglichkeit, Vernetzung und Sicherheit gerecht zu werden. Hinzu kommt, dass unser Produktportfolio immer breiter und vielfältiger wird. Diesen Wandel entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu gestalten, wird nur mit der Unterstützung exzellenter und praxisorientierter Forschung möglich sein. Schlaue Köpfe für sich zu gewinnen, die voll von Neugier und mit Begeisterung an den Fragestellungen von morgen arbeiten, gelingt dem Fraunhofer IPA besonders gut. Es ist die richtige Balance zwischen Freiraum für kreative neue Ideen und methodisch strukturierten Vorgehensweisen, die von allen Seiten sehr geschätzt wird. Es ist genau dieses Umfeld, das unsere Industrie erfolgreich in das digitale Zeitalter führt.

Digitalisierung ist nur ein Schlagwort, welches das automobile Umfeld beeinflusst und in Zukunft noch stärker prägen wird. Welche Themen wird die Daimler AG aus Ihrer Sicht in den nächsten fünf Jahren hauptsächlich vorantreiben?

Wir stehen vor technologisch fundamentalen Veränderungen in der Automobilindustrie. 130 Jahre nach der Erfindung des Automobils durch Gottlieb Daimler und Carl Benz ist klar: Wir müssen das Auto neu erfinden. Der Mercedes der Zukunft wird emissionsfrei, vernetzt und autonom unterwegs sein. Diese Themen treibt die Daimler AG in ihrer Forschung und Entwicklung massiv voran. Die Chancen, die die Digitalisierung dabei bietet, sind riesig – und das nicht nur im Fahrzeug selbst, sondern entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ich glaube, die beste Zeit des Automobils steht noch bevor. 

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