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Mehrwert – Referenzen und Projekte

»Der Einfluss der Geschwindigkeit ist das Maß aller Dinge«


Elmar Klamser
Leiter Vertriebsmanagement der
BÄR Automation GmbH

© Foto BÄR Automation GmbH, Wolfram Scheible

Im Herbst 2015 erschien in einer Sonderveröffentlichung des Stuttgarter Pressehauses ein Artikel zum Thema »Industrie 4.0 – Auch die Mittelständler mischen mit«. Darin werden Ralf Bär und Sie zitiert. Fühlen Sie sich als Umsetzungspioniere des digitalen Produktionszeitalters?

Zum einen haben wir erkannt, dass Industrie 4.0 gerade für Mittelständler neue Chancen im Markt bietet, Wettbewerbsvorteile schafft und aktives Gestalten der ganzheitlichen wandelbaren Produktionsprozesse ermöglicht. Zum anderen befürchten wir, dass passives Verhalten zu Industrie 4.0 ein erheblicher Nachteil für ein Unternehmen sein kann, der kaum noch aufzuholen ist. Hier ist der Einfluss der Geschwindigkeit das Maß aller Dinge. Die Entwicklung Industrie 4.0 wird so rasant voranschreiten, wie es keine andere Industrie-Epoche jemals zuvor war. Insofern tun wir gut daran, uns so früh wie möglich nicht nur mit diesem Thema zu beschäftigen, sondern es aktiv anzupacken und umzusetzen.

Warum ist die Digitalisierung ein so wichtiger Eckpfeiler in der Erfolgsstrategie von BÄR Automation?

Aufgrund der in Zukunft signifikant steigenden Anzahl von Typen und Varianten werden die Durchgängigkeit der Daten und deren Beherrschung zum Key Success Factor: Daten von der Produktentwicklung über die Produktionsanlagen bis hin zum Service. Darauf aufbauend, muss der Anlagenlieferant die Realisierung von wandlungsfähigen Montagelinien zum Aus- und Einschleusen von Sondertypen beherrschen und dies frei konfigurierbar mit Taktzeitspreizung für diversitäre Varianten abbilden sowie das Rekonfigurieren bei einem Modellwechsel in kürzester Zeit durchführen können.

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© Foto BÄR Automation GmbH, Wolfram Scheible

»Das vom Fraunhofer IPA in vielen Jahren aufgebaute Know-how in der Automatisierungstechnik gibt der Firma BÄR Automation die Möglichkeit, Ideen der Zukunft in reale Produkte reifen zu lassen.«

Elmar Klamser
Leiter Vertriebsmanagement der
BÄR Automation GmbH

Was haben Sie sich als Vertriebsleiter von BÄR Automation für die nächsten drei bis fünf Jahre vorgenommen?

Die kurz- und mittelfristigen Ziele von BÄR Automation setzen bei der Entwicklung Fahrerloser Transportsysteme (FTS) frühzeitig  auf innovative Technik. Ein starres, herkömmliches Führungssystem, wie z.B. ein induktives Leitdrahtsystem im Boden, wirkt der notwendigen Wandelbarkeit und Flexibilität, die FTS mit sich bringen, entgegen. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IPA wurde daher eine neue Navigationsart entwickelt, die das vorhandene Sensorsystem im Fahrzeug, wie zum Beispiel den Personenschutzscanner, nutzt und gleichzeitig hochflexibel in sich verändernden Umgebungen navigieren und lokalisieren kann. Neu gegenüber bestehenden Systemen ist dabei, dass die Umgebungskarte stetig live erstellt wird und dadurch Veränderungen in der Montagehalle keinen Einfluss haben. Außerdem wurde eine flexible Fördermittelsteuerung auf Parameterpaketen entwickelt, die sich stetig mit der Produktionssteuerung des Kunden austauscht und Produktionsdaten mitteilt. Somit haben wir eine Antwort auf die Fragen unserer Kunden, wie die Anforderungen an Wandelbarkeit in der Produktion bei gleichzeitiger Typen- und Variantenvielfalt zu lösen und zu beherrschen sind. Jetzt gilt es, diese neuen Produkte konsequent in den Markt einzuführen.

Warum binden Sie Institute wie das Fraunhofer IPA in Ihre Arbeit mit ein?

Das Interessante an der Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA ist nicht die Grundlagenforschung, sondern die angewandte Forschung in Industrieprojekten. Das bedeutet, wie können bestehende technische Grundlagen für die Industrieunternehmen applikationsspezifisch angepasst, weiterentwickelt und industriereif umgesetzt werden. Hier zeigt sich die langjährige Erfahrung vom Fraunhofer IPA, dass dies in unterschiedlichen Projektgrößen umsetzbar und somit auch für mittelständische Unternehmen hochinteressant ist.

Welchen Mehrwert hat Ihnen die Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IPA in der Vergangenheit gebracht?

Das vom Fraunhofer IPA in vielen Jahren aufgebaute Know-how in der Automatisierungstechnik gibt der Firma BÄR Automation die Möglichkeit, Ideen der Zukunft zu realen Projekten reifen zu lassen. Das Institut bietet uns als KMU gezielte Unterstützung für die Weiterentwicklung unserer Produkte, um somit unsere Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, auszubauen und unsere Zukunft zu sichern.